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 SYNERGETIK THERAPIE
Ablauf einer Sitzung

PSYCHO-NEURO-IMMUNOLOGIE
 

PNI erforscht den Zusammenhang zwischen:

Gedanken, Gefühlen, dem Verhalten des Menschen und dem Immunsystem = wir sind was wir denken

Die medizinische Fachrichtung Psycho-Neuro-Immunologie setzt sich aus Immunologen, Krebsforschern, Medizinern, Schmerztherapeuten, Gehirnforschern, Biologen, Chemikern und Psychologen zusammen. Die Disziplin beschäftigt sich mit der Frage:" Was hat die Seele eines Menschen - seine Gedanken, sein Verhalten - mit dem Immunsystem zu tun?" Bisher galt die unumstößliche Lehrmeinung, dass das Immunsystem hochkomplex und vollkommen autonom arbeite, Gefühle und Gedanken keinerlei Einfluss auf das System haben. Fast 400 Jahre war der Leib-Seele-Dualismus des französischen Philosophen und Naturwissenschaftlers René Descartes Grundlage der Medizinphilosophie. Danach entsteht Krankheit allein durch Entgleisungen auf der stofflichen Ebene und hat mit dem Bewusstsein gar nichts zu tun. Es geschieht zwar im selben Körper, doch voneinander unab- hängig, durch Welten getrennt.

Was immer im Gehirn vor sich geht, das Immunsystem nimmt es wahr. Stress, Überforderung, Zweifel, Wohlgefühl, Glück..., alles hat direkte Wirkung auf die einzelnen Zellen des Immunsystems und sie reagieren spezifisch mit Schwächung oder Stärkung darauf. Die Informationen selber werden durch Botenstoffe (Neurotransmitter, Peptide, etwa 80 wurden bisher entdeckt) übermittelt. Vom Gehirn produziert, finden sie ihren Weg zu den Immunzellen und werden dort von den passenden Rezeptoren aufgenommen. Ein Beispiel; wer deprimiert ist, setzt entsprechende Botenstoffe frei, welche wiederum die jeweiligen Zellen "deprimieren", was sich natürlich direkt auf unseren Gesundheitszustand auswirken muss. Doch damit noch nicht genug, es wurde sogar nachgewiesen, auch Immunzellen haben die Fähigkeit diese Botenstoffe zu produzieren. Gehirn und Immunzellen kommunizieren in beide Richtungen miteinander, über die gleiche molekulare Sprache. So sind Immunzellen in der Lage Stresshormone, sogar Endorphine zu produzieren, selbst vom Magen, vom Darm, von den Nieren werden Botenstoffe freigesetzt, die direkt Denken und Fühlen beeinflussen.

Somit ist es gelungen wissenschaftlich zu beweisen, dass Gefühle meist aus dem Bauch kommen. Und noch etwas bestätigt sich hier; alles ist mit allem verbunden; und zwar über Neurotransmitter und Peptide. Eine der führenden amerikanischen Mikrobiologinnen und Neuropharmakologin Prof. Candice Pert (eine strenge Naturwissenschaftlerin) spricht inzwischen von "bodymind" (Körpergeist). Sie kommt zu der Erkenntnis, dass unsere Gefühle einen enormen Einfluss darauf haben, ob wir krank werden oder nicht. Die wesentliche Einsicht der Psycho-Neuro-Immunologie ist die Fähigkeit der molekularen hochdifferenzierten und flexiblen Botenstoffe, geistige Prozesse direkt auf der Körperebene wiederspiegeln zu können.
In den letzten Jahren ist es gelungen (Karen Bulloch, New York State University) immer mehr Strukturen ausfindig zu machen, die beweisen, dass Nervenfasern von Hirnstamm und Rückenmark direkt in das Gewebe der Thymusdrüse vordringen (Produktionsort der T-Lymphozyten, die maßgeblich an der körpereigene Abwehr beteiligt sind). Ferner ist derselbe Nachweis (Prof. für Neuro-biologie und Anatomie David Felten an der Universität Rochester) für die Milz erbracht worden (als größtes Organ des lymphatischen Systems, bildet die Milz weiße Blutkörperchen). Sogar bis ins Knochenmark und die Lymphknoten hat man diese spezifischen Nervenfasern nachweisen können. Wer kann in Anbetracht dieser bahnbrechenden Entdeckungen noch annehmen, dass die Dinge die in den Köpfen der Menschen geschehen, keinen Einfluss auf die Körperlichkeit haben ?

Was sich auf dem Gebiet der Psycho-Neuro-Immunologie in den USA so rasant entwickelt, wird hingegen von der Ärzteschaft im wesentlichen noch ignoriert.

Eine Untersuchung an Polyarthritispatienten (Rheumakranke) der kalifornischen Universität Stanfort hat ergeben, dass die Besserung des Gesundheitszustandes der Probanden, nach einem Kuraufenthalt, im wesentlichen vom Bewusstsein, der Erkrankung nicht hilflos ausgeliefert zu sein und der Erwartung, selbst den eigenen Zustand positiv beeinflussen zu können, abhängt. Zudem ist immer wieder zu beobachten, dass typische Kämpfernaturen selbst eine Krebserkrankung zu bezwingen in der Lage sind, sie halten dabei ihre Gefühle nicht zurück, sondern leben ihre Wut, aber auch ihre Ängste und die Verzweiflung aus. Freundliche, selbstlos handelnde, immer die Gefühle unter Kontrolle haltende Patienten sind hingegen die angenehmeren Patienten, mit einer jedoch um einiges geringeren Chance, wieder zu gesunden.

Der Chirurg und Universitätsdozent Dr. Bernie Siegel hat in seiner jahrzehntelangen Praxiserfahrung herausgefunden, dass Patienten mit schweren Krankheiten (Krebs, AIDS, MS....), die sich mit ihren ganz persönlichen individuellen Eigenschaften, die das Auftreten ihrer Erkrankungen begünstigt haben, auseinandersetzen, sich tatsächlich von unheilbaren Krankheiten spontan erholen können. Das bedeutet jedoch, dass sich der Einzelne sehr gründlich mit diesen Eigenschaften auseinander zusetzen hat, sei es in einer Gruppen- oder Einzeltherapie oder auch durch die Aufgabe alter krankheitsunterhaltender Lebensumstände und Gewohnheiten.

Die daraus resultierende wichtige Botschaft; Unsere Gefühle udn Gedanken haben einen wesentlichen Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten! Noch mehr, die Unterdrückung von Gefühlen kann zu Krankheiten führen, denn sie sind es, die die Brücke zwischen Seele und Körper bilden.

Die o.a. Prof. Candice Pert spricht sich eindeutig dafür aus, echte Gefühle von Kummer, Leid, Wut und Angst, bis zu ihrer Katharsis (Auflösung) zu erlauben. Sie warnt hingegen vor der vielerorts praktizierten Methode des "positiven Denkens", welche durch die Gefahr der Verdrängung und Verleugnung der Gefühle, eher schädlich einzuschätzen ist. Die Annahme, die als negativ erlebten Gefühle, wie Angst, Trauer, Wut würden einen ebenso negativen Einfluss auf das Immunsystem, im Sinne einer Schwächung des selbigen haben, wurde hingegen wiederlegt. Der Energiefluss - und nicht der Inhalt - ist entscheidend, damit es zu Musterkippungen kommen kann (siehe auch Studie der Psychologin und Immunologin Margarete Kemeny, Professorin an der University of California in Los Angeles oder auch Studie an der Southern Methodist University.) Die Art des Erlebens der Gefühle erlaubt noch keine Rückschlüsse über die Reaktion des Immunsystems und/oder die Art der Beeinflussung unseres Gesundheitszustandes.


Literaturempfehlungen:
"Die innere Heilkraft - Die Medizin entdeckt die phantastischen Möglichkeiten der Selbstheilung"; Dr. Hans Grün (Econ-Verlag 1990)
"Netzwerk Mensch", Gabi Miketta (Stuttgart 1991)




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